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Ortstermin

Wo ist in Rugendorf Platz für ein Buswartehäuschen?

In Rugendorf sollen die Fahrschüler nicht mehr ohne Dach über dem Kopf auf den Bus warten. Doch eine Lösung ist nicht einfach.
Wenig Platz gibt es am Rugendorfer Dorfplatz für ein Buswartehäuschen. Möglicherweise wäre ein Glasbau in den Hang zurückversetzt eine Lösung, wie Gemeinderat Gerhard Theuer bei einem Ortstermin andeutete. Foto: Klaus Klaschka
 
Zu einem Ortstermin am Dorfplatz hatte sich der Gemeinderat am Montag zum Auftakt seiner Sitzung verabredet. Dort soll ein Wartehäuschen insbesondere für die Fahrschüler aufgestellt werden. Das Projekt soll allerdings das Idyll mit Linde, Brunnen und Stele sowie den hübsch hergerichteten Häusern um den Platz nicht beeinträchtigen.


Weder Holz noch Metall


Ein Unterstand aus Holz - wie in Losau - oder aus Metall soll es deshalb nicht werden, waren sich die Gemeinderäte schnell einig. Man denkt an eine Glaskonstruktion wie am Stadtsteinacher Marktplatz.

Allerdings sind die Platzverhältnisse für ein Häuschen an der Bushalte-Nische nicht gerade günstig. Ersatzweise könnte man die Treppe vom unteren zum oberen Platz überdachen, hieß es. Dort müssten die Fahrschüler dann allerdings auf den Treppen warten und würden den Bus nicht bemerken, wenn er einfährt.


Verwaltung holt Angebote ein


Möglicherweise wäre die Lösung ein Unterstand aus Glas gleich neben der Treppe, der aber in die ansteigende Grünfläche zurückversetzt werden müsste. Eine Entscheidung traf das Gremium noch nicht. Die Verwaltung wird zunächst Angebote und Vorschläge einholen.

Unkomplizert ist die Errichtung eines weiteren Buswartehäuschens an der Haltestelle am Langenbühl schräg gegenüber der Arztpraxis. Dort am Gehsteig könnte man etwas aufstellen. Möglicherweise ist der Eigentümer des angrenzenden Grundstücks bereit, drei Quadratmeter von seiner Fläche abzugeben, so dass das Häuschen etwas zurückversetzt aufgestellt werden könnte. Darüber wird das Rathaus mit dem Eigentümer demnächst reden.


Haushalt verabschiedet


Zwei Stunden lang beschäftigte sich der Rugendorfer Gemeinderat am Montagabend mit dem Haushaltsentwurf von Kämmerer Matthias Stark für das laufende Jahr. Die Finanzen entwickeln sich positiv. Der Schuldenstand wird im Lauf des Jahres von 959 000 auf 887 000 Euro sinken.

Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt dann nur noch rund 855 Euro. Der Haushalt 2017 umfasst ein Gesamtvolumen von 2,42 Millionen Euro, 26,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Rücklagen betragen Ende des Jahres etwa 202 000 Euro.

Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 1,92 Millionen Euro ab; der Vermögenshaushalt mit 501 186 Euro.


Antwort der Polizei sorgt für Kopfschütteln


Die Polizeiinspektion Stadtsteinach hat im Mai eine Verkehrsschau auf der Straße zum Steinbruch durchgeführt. Es ging darum, ob dort eine Geschwindigkeitsbeschränkung eingeführt werden soll. Nach der jetzigen Beschilderung liegt die Straße außerorts, damit sind bis zu 100 Stundenkilometer erlaubt. Die Ausfahrt der Firma Kotte und Zeller mündet in diese Straße. Das Industriegebiet soll erweitert werden, so dass eine weitere Ausfahrt entstehen wird. Das Ergebnis der Verkehrsschau befriedigte den Gemeinderat absolut nicht.

Demnach soll alles bleiben wie es ist, denn "auf dieser Straße ist es nur schwer möglich, besonders mit einem Lastwagen, eine Geschwindigkeit in Höhe von 80 beziehungsweise 100 Stundenkilometer zu erreichen," teilte die Polizei mit. Die Straße sei sehr übersichtlich und es sei kein erhöhtes Unfallrisiko festzustellen.


Ortsschild könnte verschoben werden


Besonderes Gerhard Theuer zeigte sich über diese Mitteilung erstaunt bis erbost. Zum einen wunderte er sich, dass man auf die polizeiliche Beurteilung zwei Jahre habe warten müssen. Zum anderen war er erstaunt, dass die Verkehrsschau ohne die Beteiligten stattfand. "Die Familie Kotte sieht das alles nämlich ganz anders." Denn es ginge ja nicht nur um Laster, sondern auch um Autos, die durchaus leicht auf 100 Stundenkilometer beschleunigen könnten - und dies auch täten. Bürgermeister Ralf Holzmann sagte zu, sich mit Kotte und Zeller nochmals in Verbindung zu setzen.

Das Problem wäre einfach lösbar, wenn man das Ortsschild an der B 303 über die Einmündung der Straße zum Steinbruch hinaus versetzen und ein weiteres vom Steinbruch her vor Beginn der Industriebebauung aufstellen würde. "Das wäre sicher kein Hexenwerk," sagte Zweiter Bürgermeister Fritz Rösch.
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