zurück zur Startseite

Jubiläum

Rugendorfer Feuerwehr: Spektakuläre Übung zum Jubiläum

Die Rugendorfer Wehr feierte zwei Tage lang ihr 150-jähriges Bestehen. Bei einer spektakulären Übung stockte den Besuchern der Atem.
Bei einer spektakulären Übung befreiten die Rettungskräfte unter dem Einsatz aller verfügbaren Gerätschaften eine schwer verletzte Person aus einem auf dem Dach liegenden Personenwagen. Foto: Klaus-Peter Wulflf
 
Die kleine Frankenwaldgemeinde Rugendorf war am Wochenende Treffpunkt der Feuerwehren aus der Region. Die rührige Wehr um Vorsitzenden Roland Schnaubelt und Kommandanten Benno Bauß feierte ihr 150-jähriges Bestehen. Bei herrlichem Sommerwetter genossen die Gäste das bunte und abwechslungsreiche Veranstaltungsprogramm.


Erinnerung an eine Feuersbrunst


Pfarrerin Sigrun Wagner freute sich beim Festgottesdienst über ein gut besuchtes Gotteshaus und erinnerte an den Schreckenstag 1852, an dem 16 Rugendorfer Wohnhäuser und 19 Scheunen einer Feuersbrunst zum Opfer fielen. "Nahezu das halbe Dorf wurde ein Raub der Flammen, doch die Kirche und nebenstehende Schule blieben unversehrt."

Begleitet von der Rugendorfer Dorfmusik marschierten die Ehrengäste und Gottesdienstbesucher anschließend zum Festgelände und genossen den Weißwurst-Frühschoppen.


Immer zur Stelle


Schirmherr Bürgermeister Ralf Holzmann gratulierte seiner Wehr zum Jubiläum. Sie sei immer zur Stelle, wenn sie gebraucht werde. Auch Holzmann erinnerte an das große Schadensereignis 1852, das 1867 zur Gründung der Wehr geführt habe. Bis ins 20. Jahrhundert hinein sei bei Bränden mit Handspritzen gelöscht worden.
Die alte Handdruckpumpe aus dem Jahr 1883, die 1987 zum 120-jährigen Gründungsfest der Rugendorfer Wehr renoviert worden war, konnte auf dem Festgelände besichtigt werden.

Der Bau des heutigen Gerätehauses in der Badstraße erfolgte 1971/72 dank sehr großer Eigenleistung sowie vieler Sachspenden. 1964 wurde das Tragkraftspritzenfahrzeug angeschafft. 1985 bekam die Feuerwehr Rugendorf ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug samt Spritze. 2015 konnte die Wehr das neue Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser übernehmen.


Eine der ältesten Wehren im Landkreis


"Die Rugendorfer sind eine der ältesten Wehren im Landkreis Kulmbach und eine starke Truppe, die Tag und Nacht zur Hilfeleistung parat steht", würdigte Landrat Klaus Peter Söllner. Die Frankenwaldgemeinde dürfe sehr stolz auf ihre Jubelwehr sein und habe dank ihrer guten Jugendarbeit keine Nachwuchssorgen.

"Ihr habt eine hervorragende Entwicklung genommen und zeichnet euch durch eine hervorragende Einsatzbereitschaft aus", sagte Kreisbrandinspektor Horst Tempel. Er lobte die gute Zusammenarbeit der Rugendorfer mit ihren Nachbarwehren.

Die Geburtstagsfeier hatte am Samstagnachmittag begonnen. Am Abend sorgte das Trio "Friends" für Stimmung.

Am Festsonntag wartete die Feuerwehr Stadtsteinach mit einer spektakulären Übung auf, die die ganze Aufmerksamkeit der großen Besucherschar auf sich zog. Aus einem auf dem Dach liegenden Personenwagen befreiten die Rettungskräfte unter dem Einsatz aller verfügbaren Gerätschaften eine schwerverletzte Person aus ihrer misslichen Lage.

Eines guten Zuspruchs erfreute sich auch die Fahrzeugschau des THW Kulmbach. Die kleinen Festbesucher tobten sich derweil auf der Hüpfburg aus. Und in gemütlicher Runde klang der 150. Wehrgeburtstag am Abend aus.


Nachmittag für die Familien


Höhepunkt des Familiennachmittags war unter der Federführung von Benno Bauß und Bernhard Krauß das Fischla-Renna. Nach einem spannenden Verlauf schwamm das Rennfischla mit der Nummer 6 von Felix Töpfer-Schödel als Erstes über die Ziellinie. Dahinter folgten Heike Krombholz, Paul Schneider, Bastian Gäbelein und Jannik Löwe. Alle Fünf freuten sich über einen Preis.
Newsletter kostenlos abonnieren


noch Zeichen



Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.