zurück zur Startseite

Neuerung

Rugendorf führt Bürgersprechstunde ein

Die Bürger haben künftig vor jeder Gemeinderatssitzung in Rugendorf das Wort. Nach 40 Jahren steigen die Grundsteuern leicht.
Die Gemeinde Rugendorf führt ab sofort Bürgersprechstunden ein. Foto: Sarina Rosenbusch
 
Ab sofort wird es vor jeder Sitzung des Gemeinderats eine Bürgersprechstunde geben. Zunächst 15 Minuten vor Beginn jeder Sitzung. Dritte Bürgermeisterin Elisabeth Schmidt-Hofmann bekam für ihren Vorschlag ohne Diskussion einhellige Zustimmung von ihren gesamten Gemeinderatskollegen.
"Es kann ja sein, dass jemand zu irgendetwas den ganzen Gemeinderat hören möchte - und der Gemeinderat bekommt auch mehr mit, was die Bevölkerung besonders bewegt", begründete sie ihren Antrag. "Das kann auch Meinungen und Vorschläge zu Themen betreffen, die der Gemeinderat in der anschließenden öffentlichen Sitzung behandeln wird", hielt auch Zweiter Bürgermeister Fritz Rösch den Vorschlag für gut. Er leitete für den kurzfristig erkrankten Bürgermeister Ralf Holzmann die Sitzung am Montagabend.


Grundsteuer steigt

Vor 40 Jahren sind die Hebesätze für die Grundsteuern in Rugendorf auf 290 Prozent festgelegt worden. Bereits im Juli des vergangenen Jahres hatte sich der Gemeinderat für eine Anpassung ausgesprochen. Im bayerischen Landesdurchschnitt liegen die Grundsteuern zurzeit im Schnitt für landwirtschaftliche Grundstücke bei 362,3, für Wohn- und Geschäftsgrundstücke bei 344 Prozent. Der Gemeinderat beschloss deshalb, die Abgabe (wie in Stadtsteinach) auf 330 Prozent anzuheben. Im Durchschnitt bedeutet das pro Grundstück 18,17 Euro pro Jahr. "Eine Summe, mit der wir wohl niemanden in die Insolvenz treiben werden," wie Geschäftsstellenleiter Florian Puff anmerkte. Bei den Haushaltsgenehmigungen hatte die Rechtsaufsicht bereits mehrfach eine solche Anpassung angemahnt; ein erheblich unterdurchschnittlicher Steuersatz könnte sich schädlich auf Zuschüsse auswirken.
Rotmain Asphalt möchte ab Mai auf seinem Grundstück am Steinbruch bis 30 000 Tonnen "unbelastetes Fräsgut" aus der Baumaßnahme der A 9 um Marktschorgast für die nächsten zwei bis drei Jahre zwischenlagern. Es soll sukzessive wieder abgefahren und verwertet werden, teilte die Firma der Verwaltung mit. Der Gemeinderat nahm dies zur Kenntnis. Inwieweit die etwa 1200 Lkw-Fuhren die Straße beeinträchtigen, soll beobachtet werden, um gegebenenfalls mit Rotmain Asphalt über Schadensbehebungen verhandeln zu können.
1500 Euro möchte der Lions Club Kulmbach anlässlich seines Doppeljubiläums für soziale, kulturelle oder Zwecke der Jugend spendieren. Der Gemeinderat kam dazu überein, dass man sich mit Leuten aus der Jugendarbeit deshalb zusammensetzen werde. Bei dieser Gelegenheit wies Gemeinderat Albert Müller darauf hin, dass sich die Gemeinde um den Steg zum Freibad kümmern sollte. Nicht nur das Geländer sei recht instabil, sodass dort Kinder eventuell gefährdet sein könnten.
Newsletter kostenlos abonnieren


noch Zeichen



Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.