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Motorsport

Top-10 trotz Pech und Nervosität

Beim Schüler-Pokal der Jugend-Trial-Meisterschaften hatte der zwölf Jahre alte Valentin Maiwald vom MSC Kasendorf mit seiner Nervosität zu kämpfen.
Valentin Maiwald war mit dem Ergebnis bei der deutschen Meisterschaft nicht zufrieden.  Foto: privat
 
Am vergangenen Wochenende fanden im saarländischen Lebach die ersten beiden Läufe zur deutschen Jugend-Trial-Meisterschaft statt. Vertreten waren die Klassen 2 (Jugend-Meisterschaft) bis 5 (Schüler-Pokal). Mit der 18 Jahre alten Lea Kauppert aus Buchau sowie dem zwölf Jahre alten Valentin Maiwald aus Thurnau waren auch zwei Fahrer des MSC Kasendorf nominiert, die beide in der Klasse 5 antraten. Lea und Valentin fahren beide eine GasGas TXT 125.
Bei einem viertägigen Vorbereitungslehrgang Mitte August in Heideck eigneten sich die beiden Kasendorfer die nötige "Wettbewerbs-Härte" an. Am Freitag machten sie sich auf die lange Reise quer durch Süddeutschland bis in die Nähe der französischen Grenze. Am Samstag und Sonntag hatten sie dort drei Runden mit je zehn Sektionen zu bewältigen.


Meisterliche Strecke

Die Sektionen entlang einer zwei Kilometer langen Rundstrecke boten in allen fünf Klassen meisterschaftswürdige Schwierigkeitsgrade: Der Boden war an den meisten Stellen sandig und bot damit wenig Grip. Zudem mussten die Fahrer Hindernisse aus Fels, Stein und Holz überwinden.
Valentin begann den Wettbewerb nervös, so dass er bereits nach drei Sektionen acht Strafpunkte hatte. Dann platzte bei ihm der Knoten und er meisterte mehrere Sektionen fehlerfrei. Erst in der vorletzten Sektion, die eine sandige, wurzeldurchsetzte Steilauffahrt enthielt, musste Valentin wieder Füße einsetzen und bekam dafür drei Strafpunkte. Er beendete die erste Runde mit 13 Fehlerpunkten. So kam er zwischenzeitlich auf Rang 18 von 39 und war damit noch ein großes Stück von seinem Ziel, einem Top-10-Platz, entfernt.


Lea muss abreisen

Schlimmer erging es Lea, deren Motorrad Probleme mit der Hinterradbremse hatte. Dadurch gelangte Luft ins Bremssystem, so dass die Leistung nicht mehr ausreichend war, um steile Abfahrten oder Sprünge von Felsblöcken sicher zu bewältigen. Nach etwa drei Stunden erfolgloser Versuche ihres Vaters - selbst aktiver Trialfahrer - die Bremse zu reparieren, musste Lea den Wettbewerb aufgeben. Noch am selben Abend trat sie die Heimreise an.
Valtenin gelangen hingegen zwei weitere konstant gute Runden mit jeweils neun Strafpunkten. In der Tagesendwertung kam er so auf den zwölften Platz. Ein Top-10-Ergebnis erreichte er an diesem Tag schließlich auch noch, im Mannschaftswettbewerb. Mit der zweiten Mannschaft des ADAC Nordbayern erreichte er den neunten Platz von 21.
Den zweiten Lauf am zweiten Wettkampftag begann Valentin erneut nervös. Er kassierte in Sektion 1 wegen Zurückrollens die höchste Strafpunktzahl (5). Darüber noch erbost, fehlte ihm die Konzentration und er setzte auch in den folgenden Sektionen unnötig die Füße ab. So bekam er weitere Strafpunkte. Ab Sektion 4 lief es wieder besser.


Mehr Strafpunkte am zweiten Tag

Da die Sektionen am zweiten Tag noch schwieriger gesteckt waren , machten auch die anderen Fahrer mehr Fehler. Am Ende der ersten Runde hatte Valentin 15 Strafpunkten. Wieder gelang es ihm, sich in der zweiten und dritten Runde zu steigern. Mit 42 Fehlerpunkten landete er auf Rang 15, was ihn merklich ärgerte. Dennoch ist er zuversichtlich, bei den beiden noch ausstehenden Meisterschaftsläufen Anfang Oktober im nordrhein-westfälischen Werl sein Ziel einer Top-10-Platzierung zu erreichen. Bis dahin gilt es, zu Hause beim MSC Kasendorf weiter zu trainieren und die heimischen Wettbewerbe im Rahmen des Jura-Trial-Pokals zur Vorbereitung auf die deutsche Meisterschaft zu nutzen. sma
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