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Engagement

In Kasendorf formiert sich ein Bürgerverein

In Kasendorf wird am Wahlsonntag ein Bürgerverein gegründet. Was der bewirken will, gaben die Initiatoren in einer Info-Veranstaltung bekannt.
Die Gründungsmannschaft des Bürgervereins arbeitet noch an der Satzung. Im Bild: Gemeinderat Jörg Hargens, Tim Herzog, Hans-Jürgen Lauer, Rainer Friedmann und Volkmar Schulze Foto: Katharina Müller-Sanke
 
In Kasendorf wird es schon bald einen eigenen Bürgerverein geben. Die Initiatoren und einige interessierte Bürger haben sich am Freitag im Gemeindehaus getroffen und erste Weichen gestellt.

Auslöser für die geplante Gründung ist der Umgang der Gemeinde Kasendorf mit dem Thema "Düllsaal". Der Saal befindet sich im Obergeschoss des "Schwarzen Rosses" am Marktplatz.

Wie mehrfach berichtet, soll das schwarze Ross im Rahmen eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes entweder saniert oder teilweise oder komplett abgerissen und etwas Neues geschaffen werden. Für welche der drei Varianten sich die Gemeinde entscheidet ist noch nicht klar.

Dem Gemeinderat wird das Thema naturgemäß erst dann zur Entscheidung vorgelegt, wenn die Machbarkeitsstudie und auch die Kostenschätzung vorliegen.

Innerhalb der Bevölkerung herrscht seit Wochen allerdings der Eindruck, der Gemeinderat habe sich mehrheitlich bereits gegen den Erhalt des Düllsaales entschieden. Das zumindest glauben die Initiatoren des Vereins, Rainer Friedmann und Volkmar Schulze.

Auch Bürgermeister Bernd Steinhäuser habe den Eindruck erweckt, es gebe nur noch zwei Varianten: teilweise oder ganz abreißen. "Es wird so oft gesagt, den Düllsaal wolle und brauche keiner mehr", so Rainer Friedmann. "Aber wir sind doch jemand! Wir wollen zeigen, dass es eine breite Front in der Bevölkerung gibt, der der Erhalt sehr wohl etwas bedeuten würde!"

Schulze und Friedmann haben sich in mehreren Briefen an die Gemeinde gewandt und entweder gar keine oder nur unzureichende Antworten erhalten, sagen sie. "Es gibt so viele Ideen, was man im Düllsaal machen könnte. Wir haben hier einen wirklich großen Saal, den wir wieder herstellen und nutzen könnten: für Kultur und Vereine. Wenn wir den wegreißen, dann ist das vorbei", so Rainer Friedmann.

Es gebe zahlreiche Ideen für die Nutzung des Hauses. "Wir wollen, dass der Düll-Saal nicht von vorneherein abgeschrieben wird", so Volkmar Schulze. "Wenn eine Prüfung ergibt, dass er nicht zu halten ist, akzeptieren wir das, aber es muss eine ordentliche Prüfung her."

Und der Düllsaal soll nicht das letzte und einzige Projekt des Bürgervereins bleiben. Im Satzungsentwurf ist festgelegt, dass der Verein die "nachhaltige, generationenübergreifende Entwicklung der Marktgemeinde Kasendorf sowie die Erhaltung unserer historischen Kulturgüter und des Ortskerns" zum Ziel hat. Außerdem fördert der Verein "die demokratische Beteiligung der Bürger und Bürgerinnen an politischen Entscheidungsprozessen von öffentlichem Interesse".

Was genau das bedeutet wird in den nächsten Wochen und Monaten festzulegen sein. Am Wahlsonntag, 24. September, soll der Verein nun erstmal gegründet werden. Das soll um 17 Uhr im Düllsaal geschehen. Interessenten sind herzlich eingeladen.
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