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Eine Oma wie ein Mandelbaum

Pünktlich zu ihrem 90. Geburtstag haben Marianne Herrmanns Lieblingsblumen angefangen zu blühen: Anemonen. Eigentlich sind es Frühjahrsblumen, aber Tochter ...
Marianne Herrmann mit ihren Enkeltöchtern Annekatrin und Christina und den Urenkeln Elias und Hannes. Die Maske erinnert sie immer noch an Venedig.  Foto: Katharina Müller-Sanke
 
Pünktlich zu ihrem 90. Geburtstag haben Marianne Herrmanns Lieblingsblumen angefangen zu blühen: Anemonen. Eigentlich sind es Frühjahrsblumen, aber Tochter Gabi hatte einige ausgestochen und mit ins Haus genommen. Und nun blühten sie ein zweites Mal. Was für ein Glück.
Vier Kinder hat Marianne Herrmann gemeinsam mit ihrem vor 20 Jahren verstorbenen Ehemann Paul großgezogen. Lydia, Robert, Gabi und Conny wohnen alle in der näheren Umgebung, auch ihre vier Enkelkinder und vier Urenkel hat die Jubilarin oft um sich.


"Sie strahlt so ein Glück aus"

Enkeltochter Annekatrin Bütterich vergleicht ihre Oma mit einem Mandelbaum, dem Baum mit den schönsten Blüten. "Sie hat es nicht immer leicht gehabt, aber sie ist wahnsinnig stark und strahlt so ein Glück aus! Sie hat immer alles gegeben, damit es uns gut geht", begründete die Enkelin.
Mit ihren sieben Geschwistern ist Marianne Herrmann, eine geborene Weimann, glücklich in Reuth aufgewachsen. "Es war eine schöne Kindheit", erinnert sie sich. Jeden Tag sei sie in die Schule nach Kasendorf gelaufen und am Nachmittag wieder zurück - den steilen und langen Berg hinauf. "Oft mussten wir zwei- oder dreimal am Tag rauf und runter!", lacht sie heute.
Nach der Schule hat sie eine Lehre in einer Kulmbacher Schneiderwerkstatt gemacht und dort auch einige Jahre gearbeitet. Bis sie ihren späteren Ehemann Paul kennenlernte. Er spielte Klarinette und Saxofon und war als Musiker auf der Tanzbruck in Reuth engagiert. So trafen sich beide und ein gemeinsames Leben begann.
Die Familie wuchs und alle lebten glücklich in Heubsch. Bis in die 90er Jahre hinein betrieben die Herrmanns eine eigene Landwirtschaft.
Ihre Enkelkinder hatte Marianne schon damals oft und gerne um sich, genau wie heute die Urenkel, auf die sie immer noch gerne aufpasst. Und sie spiel mit ihnen, "am liebsten Dame", betont Enkel Elias, der sich oft geschlagen geben muss.
Von ihren Backkünsten profitieren alle. "Das kriegen wir trotz Rezept nie so hin wie die Oma", so Christina Bütterich. Zum 80. Geburtstag hatte ihr die Familie einen Herzenswunsch erfüllt: eine Reise nach Venedig! Davon hatte Marianne Herrmann so oft gesprochen, weil sie die Stadt in den Sissi-Filmen gesehen hatte. Vier Jahre später machte sich die ganze Familie tatsächlich nach Venedig auf. Das erste und einzige Mal, dass die Jubilarin Deutschland verlassen hat.
In diesem Jahr geht es nicht noch mal so weit weg. Aber nach "Klein-Venedig" in Bamberg macht ihre Familie gerne noch einen Ausflug mit ihr.
Abends wurde in der Gaststätte Herold gefeiert. Auch Anne Städtler-Klemisch für die Kirchengemeinde und Zweiter Bürgermeister Klaus Amschler kamen vorbei. kms
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