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Einweihung

Firma Kolb weiht neuen Hühnerstall in Heubsch ein

Im neuen Hühnerstall in Heubsch sind die Hennen eingezogen. Hans-Peter Kolb feierte mit Politprominenz die Eröffnung.
Hans-Peter Kolb zeigt den Außenklimabereich: Dabei handelt es sich um einen überdachten Wintergarten für die Henne.  Fotos: Sonny Adam
 
Am Ortsrand von Heubsch ist in den vergangenen Monaten ein riesiger Hühnerstall entstanden. 22 500 Hennen dürfen dort gehalten werden. "Aber wir haben ein Viertel weniger als genehmigt", erklärt Hans-Peter Kolb bei der Einweihung.

In nur neun Monaten Bauzeit ist der 60 Meter lange Stall entstanden. Er hat eine Fläche von 720 Quadratmeter zuzüglich des Wintergartens; der ist weitere 360 Quadratmeter groß. Der Stall ist so konzipiert, dass Freilandhaltung auf zwei Ebenen möglich ist. Die Hennen, die bei Kasendorfer Frischeier sozusagen "ihren Dienst tun", produzieren Eier aus Freilandhaltung oder Eier aus Bodenhaltung. "Momentan haben wir auf unserem Außengelände Pappeln angepflanzt, die sollen den Hühnern Schutz bieten", erklärte Hans-Peter Kolb. Denn tatsächlich wagen sich die Hühner nur wenige Meter hinaus auf die freie Wiese.


15 000 Mal picken am Tag

Der Stall ist in Etagen gegliedert. Oben ist die Ruhezone angesiedelt. Im mittleren Bereich gibt es Tränken und Nester und im unteren Bereich Scharrräume und eben die Ausläufe. "Hühner picken 15 000 Mal am Tag. Sie müssen immer eine Beschäftigung haben. Wenn man ihnen diese Beschäftigung nicht bietet, werden die Nachbarn gepickt oder es kommt sogar zu Kannibalismus", erklärt Kolb. Seine Hennen haben keine kupierten Schnäbel, deshalb ist es besonders wichtig, dass die Beschäftigung stimmt.

Rund um den neuen Hühnerstall in Heubsch gibt es 92 000 Quadratmeter Freilandfläche. Wenn die Ställe voll besetzt sind, hat jedes Tier mindestens vier Quadratmeter, betont Kolb. Aktuell liefern die Hennen (auch Hähne sind im Stall mit dabei) pro Tag rund 14 000 Eier. Dies entspricht einer Legeleistung von 90 Prozent. "Die Leistung steigert sich noch. Denn je älter die Hühner werden, desto größer werden die Eier, allerdings wird so die Schale schlechter."

Auch wenn die Hühnerschar, die bei Hans-Peter Kolb und seiner Familie unter Vertrag steht, immens erscheint, so will der Eier-Experte eigentlich nichts von Massentierhaltung wissen. "Wenn man die Hühnerzahl auf Kühe umrechnen würde, hätte ich pro Stall 18 bis 28 Kühe und insgesamt 170 Kühe", rechnet Kolb vor. Tatsächlich leben immer zwischen 5500 und 8500 Hühner in einem Stall.

Hans-Peter Kolb bekommt seine Tiere als Eintagesküken von den LSL Rhein-Main-Geflügelvermehrungsbetrieben. Erich Seltsam von der LSL betonte, dass jeder Landwirt mit Herzblut dabei sei und dass Hans-Peter Kolb seine Tiere immer gut behandelt.

Auch Annika Nottensteiner vom Landesverband der Geflügelzüchter stellte dem Unternehmen Kasendorfer Frischeier beste Noten aus. "Der Stall ist nach neuesten Standards gebaut. Und dass hier die Verbraucher die Möglichkeit bekommen, sich selbst ein Bild von der Haltung zu machen, ist eigentlich doch das Beste, was passieren kann." In dem neuen Geflügelstall in Heubsch können Besucher den Hennen bei der Eierproduktion live zuschauen.


Keine leichte Standortsuche

Bürgermeister Bernd Steinhäuser gab offen zu, dass auch in Kasendorf die Standortsuche nicht einfach war. "Aber wir haben hier in Heubsch einen Platz gefunden, der optimal geeignet ist. Der neue Stall fügt sich hervorragend in die Landschaft ein und das Konzept hat wirklich Hand und Fuß."

Auch Landrat Klaus Peter Söllner, CSU-Landtagsabgeordnete Ludwig Freiherr von Lerchenfeld und die CSU-Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner waren von den unternehmerischen Anstrengungen, die Kolb unternommen hat, begeistert. "Wir haben natürlich eine Umweltverträglichkeitsprüfung gemacht. Und alle Anforderungen sind erfüllt. Die Regionalität zur Erzeugung von Eiern ist wichtig", sagte Söllner. Und Ludwig Freiherr von Lerchenfeld sprach von einer "Naturstätte, die der Ernährung dient". Auch der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach, Guido Winter, zollte dem unternehmerischen Weitblick Kolbs größten Respekt. Und CSU-Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner nannte die Kolbs einen Qualitäts-Garanten.
Pfarrer Stefan Lipfert sprach Segensworte. "Der Segen ist keine magische Handlung, der einen Gegenstand besser macht. Die Familie Kolb und ihre Mitarbeiter stellen sich der Aufgabe, der Ernährung der Menschen zu dienen." Das Wohl der Tiere müsse dabei freilich berücksichtigt werden.
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