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Haushalt

Erschließung des Gewerbegebiets Krumme Fohre steht an

Um mehrere Mega-Maßnahmen in Angriff nehmen zu können, plant der Markt Kasendorf eine Darlehensaufnahme von bis zu 1,5 Millionen Euro.
In Krumme Fohre ist ein neues Gewerbegebiet geplant, das heuer erschlossen werden soll. Foto: Archiv
 
Was die Finanzen angeht, gilt Kasendorf von jeher als Insel der Glückseligen. Denn die Kommune ist nicht auf Konsolidierungshilfe angewiesen und lieferte in punkto Steuerkraft immer Topergebnisse. In diesem Jahr muss der Markt Darlehen von 1,5 Millionen Euro aufnehmen, um Mega-Maßnahmen in Angriff nehmen zu können.
Der Verwaltungshaushalt beläuft sich auf rund 4,7 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt umfasst 3,45 Millionen Euro.


Großes Polster

Im vergangenen Jahr hatte man 1,4 Millionen Euro Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer verbuchen können als geplant. Zudem wurden nicht alle Investitionen auch tatsächlich umgesetzt. Folglich konnte der Markt die Rücklage um 800 000 Euro aufstocken. Damit ruht die Gemeinde auf einem finanziellen Polster von 4,2 Millionen Euro.

Größter Einnahmenposten ist auch 2017 die Gewerbesteuer. Kämmerer Herbert Schmidt rechnet allerdings mit "nur" zwei Millionen Euro. "Ich habe den Ansatz so deutlich herabgesetzt, weil wir im vergangenen Jahr 600 000 Euro Gewerbesteuer zurückzahlen mussten." Durch die hohen Gewerbesteuern zahle Kasendorf auch automatisch deutlich mehr Kreisumlage. Die Abgabe an den Kreis steigt um 115 000 Euro auf 1,4 Millionen Euro. "An die Verwaltungsgemeinschaft Kasendorf ist eine Umlage von rund 280 000 Euro zu bezahlen", legte der Kämmerer offen und rechnete vor, dass an den Vermögenshaushalt nur 217 300 Euro zugeführt werden können.


"Mit unserer guten finanziellen Lage ist es bis 2020 vorbei"


"Mit unserer guten finanziellen Lage ist es bis 2020 vorbei. Wir müssen in diesem Jahr 1,5 Millionen Euro an Krediten aufnehmen, wenn wir alle Maßnahmen, die wir angedacht haben, realisieren wollen", erklärte Bürgermeister Bernd Steinhäuser. Allerdings hat der Markt Kasendorf bei der Finanzplanung für die nächsten Jahre die Komplettsanierung des "Schwarzen Rosses" eingerechnet. Kosten: 4,3 Millionen Euro.

Im Haushaltsplan 2017 ist allein für die Erschließung des Gewerbegebiets Krumme Fohre eine Million Euro veranschlagt. "Wir müsen die Erschließung in Angriff nehmen, denn wir haben einen Bauwerber, der 2019 mit dem Bau beginnen möchte", erklärte Steinhäuser. Außerdem sind im Vermögenshaushalt Fahrzeugbeschaffungen für den Bauhof (195 000 Euro), der Umbau des Abwasserpumpwerks in Azendorf (400 000 Euro), die Realisierung eines Wohnbaugebiets (910 000 Euro) und Ausgaben für den Breitbandausbau (260 000 Euro) berücksichtigt.

"Sämtliche mehrjährige Maßnahmen wurden so aufgeteilt, wie es dem momentanen Stand der Planungen und Förderverfahren entspricht. Dabei wurde größter Wert darauf gelegt, dass sämtliche Investitionskosten mit den zu erwartenden Rückflüssen und Erlösen bis 2020 finanzierbar sind", erklärte Schmidt sein Konzept.


Niedrige Steuersätze


Einzige Ausnahme: das Gewerbegebiet Krumme Fohre. Für dieses sind aktuell lediglich ein Zufahrtsprovisorium, ein Regenrückhalteteich und eine etwa fünfzig Meter lange Erschließungsstraße eingeplant.


Einstimmig und ohne Diskussion verabschiedeten die Kasendorfer Räte den Haushalt. Die Steuerhebesätze bleiben für die Grundsteuern A und B und für die Gewerbesteuer bei 300 Punkten. Sie liegen deutlich unter dem Landesdurchschnitt.


Gemeinderat in Kürze


Montagehalle Die geplante Errichtung einer Montage- und Fertigungshalle in Krumme Fohre beschäftigte den Marktgemeinderat nicht zum ersten Mal. Der Bauherr habe schon viele Vorleistungen erbracht. Allerdings sei es nicht so einfach, die Grunddienstbarkeiten für Fahrt- und Leitungsrechte einzutragen, so Bürgermeister Bernd Steinhäuser. Der Grund: Das Grundstück hat noch keine eigene Flurnummer. Das Gremium gab den Antrag zur Prüfung ans Landratsamt weiter.

Wohnhaus Keine Einwände gab es gegen den Antrag auf Bau eines Wohnhauses in der Bamberger Straße.

Sitzecke In Neudorf soll der Platz beim unteren Löschbehälter mit einer überdachten Sitzgarnitur ausgestattet werden. Die Ortsgemeinschaft Neudorf und die Feuerwehr baten um einen Zuschuss. Der Gemeinderat bewillligte 3000 Euro.

Abriss Auch die Zultenberger möchten ihr Dorf schöner machen. Das alte Wiegehäuschen soll abgerissen, die angrenzende Fläche begradigt und gepflastert werden, erklärte Klaus Amschler. Das Gremium gewährte einen Materialkostenzuschuss von 2000 Euro. Auch wird der Bauhof beim Verlegen der Pflasterarbeiten helfen.
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