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E-Mobilität

E-Ladesäule ist Kasendorfer Gemeinderat zu teuer

Der Gemeinderat Kasendorf lehnt das Angebot der Bayernwerk AG ab. Man will abwarten, wie sich das Ortszentrum entwickelt.
Im Kasendorfer Ortskern wird es auch künftig keine Ladesäule für Elektro-Autos geben. Der Gemeinderat lehnte ein Angebot der Bayernwerk AG ab.  Symbolfoto: Jan Woitas, dpa
 
Im Kasendorfer Ortskern wird man auch künftig keine Elektro-Autos aufladen können. Die Marktgemeinderäte lehnten ein entsprechendes Angebot der Bayernwerk AG am Mittwochabend ab. Die Ladesäule hätte dem Markt trotz Bezuschussung noch 7625 Euro gekostete - zuzüglich 70 Euro Servicegebühren im Monat.

"Wir wissen noch nicht, wie sich das Areal um das  ,Schwarze Roß' entwickelt. Und die Förderungen laufen sicherlich weiter", betonte Bürgermeister Bernd Steinhäuser. Dass man eine solche Säule im Gesamtkonzept überdenken sollte, ergänzte Norbert Groß.

Der Markt Kasendorf unterstützt die Resolution des Kreistags Kulmbach zum Regionalverkehr in der Metropolregion Nürnberg.


Diskussion um Tanzlinde


Der Förderkreis der Tanzlinde Peesten hatte den Antrag gestellt, dass der Markt die Kosten für den Schnitt des Baumes übernehmen sollte, der nur mit einem Hubwagen möglich ist. Letztmals war im März 2015 eine Pflegemaßnahme an der Tanzlinde durchgeführt worden. Damals waren Kosten von brutto 528 Euro angefallen.

Eigentlich hatte der Förderkreis gehofft, dass der Markt auf Dauer die Pflegekosten übernehmen würde. Mit diesem Prozedere konnten sich die Räte allerdings nicht anfreunden. Denn der Förderkreis Tanzlinde Peesten hat eine vierstellige Summe auf dem Konto. "Ich sehe eigentlich keine Notwendigkeit, die Kosten zu übernehmen", betonte Roland Hübner. "Ich finde, wir sollten alle zwei Jahre neu entscheiden", so Irene Ellner.

Rainer Macht dagegen betonte, dass die Mitglieder des Förderkreises ehrenamtlich sehr engagiert seien, und machte sich für eine Kostenübernahme stark. Das Gremium entschied schließlich, alle zwei Jahre aufs Neue zu entscheiden.


Kein Geld für Studienfahrt


In den vergangenen Jahren hatte der Markt Kasendorf Studienfahrten der Gesamtschule Hollfeld bezuschusst. Doch diesmal stimmten nur vier Räte für eine Förderung von 50 Euro. Nur ein Kasendorfer Schüler nimmt an der Studienfahrt nach Frankreich teil.

Die anderen Schulen würden sich nicht an die Kommunen wenden, um solche Fahrten zu finanzieren, gab Thomas Thau zu bedenken. Monika Brandt verwies auf die Förderkreise an den Schulen. Die würden Familien, die aus finanziellen Gründen auf Unterstützung angewiesen sind, unter die Arme greifen. Rainer Macht wandte ein, dass die Fördersumme sicher nicht dem Kasendorfer Schüler zugute komme, sondern auf den Gesamtpreis umgerechnet werde.


Riesiges Steuerplus


Die Jahresrechnung 2016 wird äußerst positiv ausfallen, kündigte Verwaltungsleiter Herbert Schmidt an. Der Markt Kasendorf hat immense Mehreinnahmen bei der Gewerbe-, Umsatz-, Einkommens- und Grundsteuer zu verbuchen. Das Steueraufkommen lag um 1,3 Millionen Euro über dem Ansatz. Insgesamt werden die Rücklagen des Marktes auf 4,2 Millionen Euro anwachsen. Die Verschuldung wird auf 174 Euro pro Kopf zurückgeführt.

Allerdings seien die Kosten für die Kindertagesstätte schwer schätzbar, erläuterte Herbert Schmidt. 2016 habe der Markt mehr als 370 000 Euro für die Kinderbetreuung ausgegeben. "Das letzte Jahr ist sehr gut gelaufen, aber wir brauchen die Rücklagen auch", gab Bürgermeister Bernd Steinhäuser zu bedenken. Die Prüfung der Jahresrechnung steht noch aus.
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