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Beerdigung

Grafengehaig nahm Abschied von Fritz Schramm

Hunderte Trauergäste gaben dem ehemaligen Grafengehaiger Bürgermeister Fritz Schramm am Samstag das letzte Geleit.
Am Grabe Abschied nahmen (von rechts) MdL Ludwig Freiherr von Lerchenfeld, Landrat Klaus Peter Söllner, Grafengehaigs Bürgermeister Werner Burger, Landtagsvizepräsidentin Inge Aures, MdB Emmi Zeulner, Neuenmarkts Bürgermeister Siegfried Decker und Himmelkrons Bürgermeister Gerhard Schneider. Foto: Klaus-Peter Wulf
 
Eine große Trauergemeinde, die die Heilig-Geist-Kirche zu Grafengehaig nicht fasste, erwies dem langjährigen Bürgermeister des Marktes, dem stellvertretenden VG-Vorsitzenden, langjährigen Kreisrat, Feuerwehrmann, Nachbar, Freund und Familienvater Fritz Schramm am Samstag die letzte Ehre. Sein lebendiger Glaube war der Mittelpunkt und die tragende Rolle im Leben des Grafengehaigers, der direkt neben dem Gotteshaus wohnte und der Kirche gerne als Vertrauensmann, Kirchenpfleger und Lektor diente.

Fahnenabordnungen der Feuerwehren Grafengehaig und Eppenreuth sowie des Männergesangvereines führten nach Pfarrerin Heidrun Hemme den Trauerzug an. Alle nahmen mit der Familie am offenen Grab Abschied von Fritz Schramm, der neben seine Ehefrau Gisela zur letzten Ruhe gebettet wurde.

"Wir alle nehmen heute Abschied von Fritz Schramm. Sein Tod bringt Trauer und Schmerz", sagte Pfarrerin Heidrun Hemme, aus deren Munde die Angehörigen und Gäste den Trost der Heiligen Schrift erfuhren. Der Männerchor Grafengehaig und Kirchenchor sangen am Sarg von Fritz Schramm.

"Sein plötzlicher Tod vor einer Woche war für alle unfassbar. Wir verlieren mit Fritz Schramm eine große Grafengehaiger Persönlichkeit und einen zuverlässigen Mitmenschen, der weit über die kommunalen Grenzen hinaus gewirkt hat", sagte Bürgermeister Werner Burger in seiner Rede nach dem Trauergottesdienst. Er sah in dem Verstorbenen einen großen Mann des Ehrenamtes und stets ein zuverlässiger Ansprechpartner, der für das einstand, was er sagte. Burger würdigte Fritz Schramm als Förderer der Verwaltungsgemeinschaft Marktleugast, der ausgleichend wirkte und versuchte immer eine gute Basis der Zusammenarbeit zweier Kommunen mit einer Verwaltung zu finden.


Ehrenbürger und Verdienstkreuz

2008 wurde Schramm die Ehrenbürgerwürde des Marktes Grafengehaig verliehen und zum Altbürgermeister ernannt. 2011 verlieh ihm Innenminister Joachim Herrmann das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Viele Projekte und Maßnahmen wie der Ausbau der Ortsdurchfahrt, die Sanierung des Ortskerns und Gestaltung des Kirchenumfeldes tragen mit die Handschrift von Fritz Schramm.

Die Vereine und seine Frankenwaldheimat waren ihm sehr wichtig. "Lieber Fritz, Ruhe in Frieden. Alles was Du für uns getan und gelebt hast wird in unserer Erinnerung weiterleben", schloss Bürgermeister Werner Burger.
Landrat Klaus Peter Söllner sagte: "Wie ein Lauffeuer verbreitete sich am vergangenen Wochenende die traurige Nachricht vom Tode unseres hoch geschätzten und überaus beliebten Kollegen sowie Freundes Fritz Schramm im ganzen Landkreis. Unsere Gedanken sind bei der Familie. Mit mir sind heute viele Repräsentanten des öffentlichen Lebens mit der Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner, den Landtagsabgeordneten Inge Aures und Ludwig Freiherr von Lerchenfeld, den Landräten und Bürgermeistern sowie Führungskräften der Feuerwehr an der Spitze gekommen, um Abschied zu nehmen von einem Mann, der sich, wo er nur konnte, selbstlos für die Menschen einsetzte. Fritz Schramm war sehr beliebt und hat den Landkreis Kulmbach mit geprägt. Er war ein Kommunalpolitiker aus Überzeugung, begeisterte und motivierte seine Mitmenschen stets offen, ehrlich und fair."

Söllner dankte dem Verstorbenen für seinen Einsatz, Fritz Schramm hinterlasse ein großartiges Lebenswerk. "Wir werden uns alle an seiner letzten Ruhestätte verneigen vor einer herausragenden Persönlichkeit unseres Landkreises, die sich mit Tatkraft und Weitblick, vor allem aber mit höchstem persönlichen Einsatz große Verdienste erworben hat. Wir haben alle einen Freund verloren."


Langstreckenläufer des Ehrenamts

"Auch der Kulmbacher CSU-Kreisverband hat Fritz Schramm sehr viel zu verdanken. Er half als guter Freund und Ratgeber jedem gerne, so gut er konnte. Plötzlich ist er nicht mehr da", würdigte Kulmbachs Oberbürgermeister Henry Schramm in seiner Eigenschaft als CSU-Kreisvorsitzender den Verstorbenen. Als "Langstreckenläufer des Ehrenamtes" stellte Schramm sein Leben auch in den Dienst seiner Mitbürger. "Fritz Schramm hat für die Menschen in unserer Region sehr viel Gutes geleistet, was er anstieß bleibt und ist dauerhaft. Wir trauern um einen bemerkenswerten Menschen, er hat sich gekümmert und jeder war dankbar für seinen väterlichen Rat."
Von Seiten des CSU-Ortsverbandes Marktleugast ging Vorsitzender Marc Hartenberger auf den langjährigen Mitstreiter ein. Fritz Schramm habe den einstigen Ortsverband Grafengehaig über lange Zeit mit Umsicht geführt und sich auch in der Christlich Sozialen Union viele Verdienste erworben.
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