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Geburstag

Torwart der legendären Buß-Elf hat viel zu erzählen

Erich Buß ist der einzig noch lebende Spieler der legendären Buß-Elf. Jetzt wurde der Tannenwirtshäuser 85.
Die Meistermannschaft des FC Sportring Tannenwirtshaus, die 1954 den Aufstieg in die Kreisliga Oberfranken Ost bewerkstelligte. Vorne in der Mitte Torwart Erich Buß, mit im Bild (hintere Reihe, von links) Emil Kraus, Christoph Schramm, Robert Buß I, Herbert Buß und Reinhold Heller; (mittlere Reihe, von links) Helmut Buß, Siegfried Buß und Robert Buß II; sowie (vorne) Karl Buß (links) und "Vater" Heinrich Buß I  Foto: privat
 
"Ich bin der einzige der legendären Buß-Elf, der noch lebt. Ich war Torwart", erzählt Erich Buß. An seinem 85. Geburtstag hat er ein altes Foto von der Meistermannschaft des FC Sportring Tannenwirtshaus hervorgekramt, aufgenommen 1954 anlässlich des Aufstiegs in die damalige Kreisliga Oberfranken Ost.


"So etwas gibt es heut nicht mehr"


"Acht weitere Mitglieder der Mannschaft trugen den Namen Buß. So etwas gibt es heute nicht mehr", lacht der Jubilar. Erich Buß weiß noch jedes Detail von den Spielen. So manches Mal habe er mit Glanzleistungen im Kasten die Eisen aus dem Feuer holen müssen.

Zehn Jahre - von 1954 bis 1964 - kickte Erich Buß mit seinem FC in der Kreisliga, die der heutigen Landesliga entspricht. Später war er noch in den tieferen Ligen unterwegs. "Wir haben überall gespielt: in Münchberg, in Arzberg, in Hof. Das war schon was", erzählt Buß.


"Ich war immer dabei"


Seine Frau Alma, mit der er schon 65 Jahre verheiratet ist, nimmt die Fußballbegeisterung ihres Mannes gelassen. "Ich war immer dabei", erzählt sie und weiß genau, dass alles andere zwecklos gewesen wäre.

Doch nicht nur aus der Buß-Elf war Erich Buß nicht wegzudenken, er hat sich zudem viele Jahre lang in Guttenberg als Fußball-Funktionär engagiert. Er war Spielleiter und sogar Vorsitzender. "Für ein anderes Hobby außer Fußball hatte ich nie Zeit", sagt der Jubilar an seinem 85. Jubeltag.

Heute tut er sich allerdings schwer mit dem Laufen. Die Knie machen Probleme. Trotzdem lässt sich Erich Buß die Leidenschaft für den Fußball nicht vermiesen. Er verfolgt die Spiele im Fernsehen - vor allem die, bei denen seine Borussia spielt. Denn ein Bayern-Fan ist er nicht. Und dass die Deutschen rechtzeitig zu seinem Geburtstag den Confed-Cup gewonnen haben, wertete der Jubilar als besonderes Geschenk.


40 Jahre bei der Firma Dippold


Erich Buß feierte seinen Jubeltag gemeinsam mit seiner Frau Alma sowie den Kindern Edelbert, Armin und Gisela. Und auch Enkelin Melanie kam nach Tannenwirtshaus. Außerdem durfte Hund Rocky, ein Australian Shepherd, nicht fehlen. "Der sitzt stundenlang mit uns vorm Haus. Er ist ein echter Wachhund", so der 85-Jährige.
Erich Buß verdiente seine Brötchen als Kfz-Mechaniker bei VW Dippold in Kulmbach. Mehr als 40 Jahre war er dem Unternehmen treu. Und noch eine Eigenheit hat sich Erich Buß bewahrt: Zum Frühstück braucht er seine Zeitung. "Einen Kaffee ohne meine Zeitung - das gibt es nicht", sagte der Jubilar. Denn bis heute interessiert er sich sehr für Lokalpolitik und für sein Umfeld.

Und nicht immer ist er mit allen Maßnahmen, die die Politik anstößt, einverstanden, vor allem dann nicht, wenn die Bürger zur Kasse gebeten werden. Denn das betrachtet Erich Buß als böses Foul.


Die Erfolgsgeschichte im Netz


"Anpfiff", das Partnerportal der Bayerischen Rundschau, hat die Geschichte des FC Sportring Tannenwirtshaus zusammengestellt, nachzulesen im Internet unter der Adresse www.anpfiff.info/sites/cms/artikel.aspx?
SK= 3&Btr=3662.
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