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Auftritt

Musikverein Marktleugast trifft sich zu Profiproben an Samstagen

Der Musikverein Marktleugast bereitet sich auf das Josefskonzert am Samstag, 25. März, vor.
Konzentriertes Arbeiten ermöglichen die Probensamstage. Der Musikverein Marktleugast ist überzeugt von dieser Arbeitsweise. Foto: Werner Reißaus
 
Die Proben für das Josefskonzert des Musikvereins Marktleugast laufen auf Hochtouren. Am Samstag, 25. März, ist es in der Dreifach-Sporthalle wieder so weit. Die letzte Projektprobe fand am Samstag in der Schulturnhalle statt.

Der Josefstag ist ein Hochfest der römisch-katholischen Kirche, das am 19. März zu Ehren des heiligen Josefs begangen wird. Das Josefskonzert des Musikvereins Marktleugast wird seit vielen Jahren um den Josefstag veranstaltet. Dirigent Peter Weiß (28) spricht die Neuerungen gleich an: "Wir haben zu diesem Konzert eine neue Vorbereitung gewagt und sie hätte durchaus auch in die Hose gehen können, das sage ich so, wie es ist. Wir haben jetzt nicht mehr über ein Vierteljahr unsere regulären Freitagsproben, sondern wir haben auf drei Proben-Samstage plus einem Probenwochenende umgestellt. Ich hatte an den drei Samstagen eigentlich immer alle Musikerinnen und Musiker da und nur selten hat jemand beruflich gefehlt. Unser Ergebnis zum Probenwochenende ist eigentlich so weit, dass wir jetzt rhythmisch alles stehen haben, was sonst nicht der Fall war und jetzt sofort musikalisch arbeiten können."

Das Wagnis, das Peter Weiß mit seinen Musikerinnen und Musiker eingegangen ist, ist man im Profibereich gewohnt. Peter Weiß: "Diese Projektproben sind unter Nichtprofis eher seltener, aber gerade deswegen habe ich es einfach einmal gewagt. Meine Leute waren aber von Anfang an sehr begeistert und wir hatten das auch vorher abgesprochen. Ich wollte mir dabei auch nichts nachsagen lassen. Sie hatten gewusst, was auf sie zukommt."



Konzert für Kenner

Weiß ist als Musikprofi überzeugt, dass diese Art der Probenarbeit der bessere Weg ist: "Für mich im Moment eindeutig Ja und die Besucher werden das Ergebnis dann zum Josefs-Konzert auch hören. Die Kenner dürfen sich auf super sinfonische Werke und eine riesige Filmmusik wie ,Das Boot' oder ,Robin Hood' freuen."
Die Musiktitel gibt Dirigent Peter Weiß zwar vor, aber was letztlich zum Josefskonzert gespielt wird, darüber entscheidet der Orchesterrat. Peter Weiß: "Aus jedem Satz ist ein Musiker dabei und dann wird es mehr oder weniger abgesegnet. Ich muss aber auch sagen, ich könnte mich nicht an so Riesenwerke wagen, wenn meine Musikerinnen und Musiker und vor allem die jungen Leute nicht zu Hause üben würden, dann würde das alles nicht funktionieren. Wenn sie zu Hause nichts machen würden, dann wäre der ganze Ansatz wieder weg. Wir haben wirklich Musikerinnen und Musiker, die auch zu Hause was schaffen und das ist quasi mein Fundament und da bin sich stolz drauf."

Auch aus dem Nachwuchsorchester, das unter der Leitung von Theresa Motschmann das Konzert am 25. März eröffnen wird, wurden wieder Musiker herangezogen wie Marco Seuß an der Posaune, Kristin Osinski (Flöte), Lukas Schramm (Schlagzeug) und Tim Höpfner (Saxophon). Dirigent Weiß: "Bei uns ist Qualität im Vordergrund und nicht Quantität. Lieber noch einmal sehr gut im Jugendorchester spielen, bevor man dann im großen Orchester die Lust verliert. Wir machen keine Schnellschüsse, sondern unsere Nachwuchsmusiker werden behutsam aufgebaut."


Vorfreude

Und für den Profi-Musiker Peter Weiß ist die Freude auf das Konzert nach wie vor riesengroß: "Man brennt wahnsinnig auf das Konzert, und es macht auch Spaß, wenn man so ein Orchester dirigieren darf."
Erstmals ist mit Michael Leisinger (33) ein ehemaliger Studienkollege von Peter Weiß für eine Satzprobe dabei: "Unter Musikern gibt es immer eine Verbindung. Ich bin gern dabei. Ich leite die Satzproben für die Trompeten und durfte auch einen Teil der Orchesterprobe übernehmen. Es ist eine sehr gute Truppe. Die Kameradschaft ist hier wahnsinnig gut und das ist ganz, ganz viel wert. Dazu noch die hohe musikalische Qualität in diesem Orchester."

Vorsitzender Georg Purucker ist überzeugt, dass die Projekt-Proben, wie sie jetzt vom Musikverein praktiziert wurden, Zukunft haben: "Es war ein kleines Risiko dabei, aber wenn man nichts wagt, gewinnt man auch nicht."
Außergewöhnlich ist sicherlich auch, dass Irina Gick - sie ist im 7. Monat schwanger - zusammen mit ihrem Ehemann Sebastian durch das Musikprogramm führen wird: "Ich spiele gern Musik und ich habe gesagt, solange es noch geht, mache ich auch beim Konzert mit. Musik macht einfach Spaß und ich hoffe natürlich, dass wir auch ein musikalisches Kind bekommen."

Die Voraussetzungen dafür sind denkbar günstig, denn sowohl Irina als auch Sebastian Gick zählen zu den Stützen des Marktleugaster Musikvereins. Vorsitzender Georg Purucker weiß die Bereitschaft Irina Gicks zu schätzen: "Das ist schon beachtenswert. Das macht auch nicht jede Musikerin."
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