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Marktleugaster Landwirten Petra und Joachim Hahn macht der Milchpreis zu schaffen

Die Sorgen der heimischen Landwirtschaft über schlechte Preise sind in den vergangenen Monaten zum Dauerbrenner geworden. Die Freien Wähler Marktleugast nut...
 
Die Sorgen der heimischen Landwirtschaft über schlechte Preise sind in den vergangenen Monaten zum Dauerbrenner geworden.
Die Freien Wähler Marktleugast nutzten nun die Gelegenheit, den Vollerwerbsbetrieb von Petra und Joachim Hahn zu besichtigen, um genauer die schwierige Situation der Landwirte und deren Hintergründe zu verstehen.
Nach der Besichtigung des Kuhstalls wurde in offener Runde über die Sorgen und Nöte diskutiert. Zu schaffen macht den Hahns der Milchpreis.


Drei Cent unter Gewinnspanne

Lange Zeit bekamen sie nur 24 Cent für den Liter, mittlerweile sind es wieder 32 Cent. "Die Gewinnspanne fängt aber erst bei 35 Cent an", machten Petra und Joachim Hahn den Gästen unmissverständlich klar. Monatelang konnten viele konventionelle Betriebe die laufenden Produktionskosten nicht decken.
Joachim und Petra Hahn gründeten 1995 den Betrieb als GdbR. Bewirtschaftet werden konventionell 82 Hektar. Die 97 Milchkühe haben eine jährliche Milchleistung von 8000 Kilogramm je Tier. Hinzu kommen die Nachzucht und 28 Mastbullen, insgesamt gibt es 212 Tiere auf dem Hof.
Der Betrieb hat seine Heimstatt an der Marktstraße. Landwirt Joachim Hahn erläuterte den Gästen, dass 1996 mit der Betriebsaussiedlung begonnen wurde. An der Jahnstraße seien ein Laufstall für 60 Milchkühe, ein Fischgräten-Melkstand mit zwölf Melkplätzen und zwei Güllegruben errichtet worden. 2008 habe man den Stall um eine großzügige Strohbucht erweitert. 2012 sei noch eine Photovoltaik-Anlage installiert worden.


Keine Geld für Entschädigung

Der Vorsitzende der FW-Gemeindertagsfraktion, Michael Schramm, bedankte sich für die sehr aufschlussreichen Informationen.
Der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft Marienweiher, Lothar Schott aus Filshof, ging noch auf die Wildschweinproblematik in dem rund 1000 Hektar umfassenden Jagdreviere ein. Eine Entschädigung könne nicht mehr ausbezahlt werden, da die Kasse der Jagdgenossen leer sei. Schott mahnte entsprechende Hilfen vonseiten des Freistaates an. Er bat die Freien Wähler, auf ihre Abgeordneten einzuwirken, "dass in dieser Richtung endlich etwas vorwärts geht". kpw
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